Architektur- und Ingenieurbьro Dipl.-Ing. Ralf Krumwiede
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Projekt Celle - Anbau und Renovierung eines Reihenendhauses

Planung, Bauantrag, Statik, Wärmeschutznachweis und Bauleitung beim Umbau und der Renovierung eines Reihenendhauses in 29225 Celle.

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 Ein junges Ehepaar, in der Familiengründung befindlich, hatte ein Reiehenendhaus in Celle gekauft und war am überlegen, ob und in wieweit man den vorhandenen Wohnraum erweitern könnte. Hinzu kamen Überlegungen die vorhandene und bereits in die Jahre gekommene Haustechnik zu ersetzen und eine energetische Sanierung durchzuführen...

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Bei all diesen Überlegungen sollte aber ein Fachmann die Leute beraten und sie unterstützen. Diese Aufgabe fiel mir zu. In einem Gespräch mit der zuständigen Behörde wurden vom zuständigen Sachbearbeiter keine Bedenken geäußert, so das die Planung eifrig vorangetrieben wurde. Es wurden mehrere Möglichkeiten skizziert und Kostenschätzungen erstellt. Diese wurden gegeneinander abgewogen und mit den Banken ein Finanzierungsplan erstellt. Fördermöglichkeiten wurden geprüft. Schließlich wurde ein Bauantrag erstellt, da das Objekt nicht im Bereich eines gültigen Bebauungsplanes liegt.

Inzwischen hatte allerdings der Sachbearbeiter gewechselt und die neue zuständige Sachbearbeiterin sah die Sache leiderAnfangs nicht ganz so optimistisch wie ihr Vorgänger. Das Vorhaben würde sich nicht in die nähere Umgebung einfügen, bzw. wir sollten nachweisen das dies so ist. Aus diesem Fall habe ich gelernt entsprechende Fragen immer mittels schriftlicher Bauvoranfrage zu klären! Nach einigen Diskussionen und Zitaten einiger Bundesgerichtshofurteile wurde dann aber doch die Genehmigung erteilt (aber natürlich nicht weil wir entsprechende Urteile vorlegten ...). Auch in der näheren Umgebung befindet sich ein Reihenendhaus mit Anbau. Da in unserem Fall der Anbau aber etwas größer und über Eck erfolgen sollte, und es sich ferner um einen Reihenhaus handet, musste unter anderem noch eine Baulast mit den Nachbarn vereinbart werden.

mareese4Glücklicherweise hatten die Versorgungsunternehmen die Erneuerung der Hausanschlüsse in diesem Bereich ebebenfalls gerade vorgesehen, so daß hier zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen werden konnten. Begonnen wurde also mit der Erneuerung der Hausanschlüsse und den Vorbereitungsarbeiten im Garten, Baufeld freimachen, Rückbau der gepflasterten Flächen etc.. Eine Kellertreppenwand, auf welche später aufgebaut werden sollte wurde im Vorfeld freigelegt und ihre Gründung überprüft. Dabei wurde gleich die Abdichtung des Kellers im bereich der späteren Überbauung erneuert. Es folgten die Fundamente, Erdleitungen, Licht- und Luftschächte sowie das Sockelmauerwerk und die Bodenplatte.

Der erdgeschossige Anbau wurde errichtet. Eine an der Außenwand sitzende Anschlußdose von Kabel Deutschland wurde nach 3 monatigem Klärungsversuch mit den gerade fusionierten Firmen Kabel Deutschland/Vodafone und keinem vernünftigem Kontakt und zwei gescheiterten Ortstermienen (die Leute erschienen einfach nicht) einfach entfernt. Ein Trauerspiel. Der Anbau jedenfalls ging zügig voran. mareese5Er erhielt eine Spannbeton Fertigteildecke, welche einfach aufgelegt und in ihr ein Ringanker betoniert wurde. Hierbei kam es zu einem kleinen Fauxpas zwischen mir und der Bauausführenden Firma. Bedingt dadurch verzögerte sich die Fertigstellung des Rohbaus um ein paar Tage bis wir den Fehler auf eigene Kosten wieder beseitigt hatten. Nobody is perfect wie es so schön heißt!

Während der Anbau erstellt wurde war die junge Familie in ihrem Haus wohnen geblieben. Die Gesamtmaßnahme wurde aber von Beginn an in zwei Abschnitten geplant. Die Verbindung von neu und alt, die Erneuerung der Haustechnik und die Tatsache das die alte Küche dem Umbau zum Opfer fiel hatte zur Folge das die Bauherren für knapp 3 Monate in eine Übergangswohnung ziehen mussten. In dieser Zeit wurde dann der Innenausbau erstellt. Und wie das bei Renovierungen so ist, man findet Dinge die man nicht finden möchte, war dies auch in diesem Fall der Fall. Eine der Leitungen die geändert werden mussten verlief durch das Bad, das eigentlich nicht angetastet werden sollte. Hinzu kam noch das die mareese6Fenster die wir getauscht haben im bereich des Bades leider sehr gut und auch noch zweifach eingefliest waren. Aber auch hierfür wurde eine praktikable Lösung gefunden, auch wenn dies so nicht geplant war. Unterdessen wurde auf die neue und auf die alte Fassade ein Wärmedämmverbundsystem mit Riemchenverklinkerung aufgebracht und das gesamte Objekt so energetisch aufgewertet. Hierbei kam es zu einem Mangel, welcher dazu führte das es in der neuen Küche bei Regen zu einer nassen Stelle im Bereich der neuen Decke kam. Nach zweimaliger begutachtung durch mich und der ausführenden Firma konnte letztlich ein kleines Detail in der Verfugung als Fehler und Ursache gefunden und behoben werden. Durch die mehreren Mängel die sich im Verlauf der Baumaßnahme eingeschlichen haben waren die Baueherren am Ende leider sehr verunsichert, auch wenn alle Fehler behoben wurden. Schlussendlich hat dann ein unabhängiger, öffentlich bestellt und vereidigter Sachverständiger das Objekt begutachtet und die Planung und Ausführung als nach dem aktuellem Stand der Technik ensprechend ausgeführt bewertet. Nichts desto trotz wurde beschlossen das Vertragsverhältnis zu beenden, bevor die Außenarbeiten begonnen werden konnten. Diese haben die Bauherren dann in Eigenregie ausgeführt.

 

Ich möchte dazu an dieser Stelle sagen das, wo Menschen arbeiten, Fehler passieren. Das ist auch nicht schlimm. Wichtig ist nur das die Fehler erkannt und ordentlich und nach bestem Wissen behoben werden. Dies ist hier der Fall gewesen und ist auch so durch den Sachverständigen festgehalten worden. Gerade ein Umbau einer Bestandsimmobilie bringt immer Punkte mit die man so im Voraus nicht einplanen kann. Wichtig ist allein das Ergebnis.

Qualifikationen.

  • Eingetragen in die Entwurfsverfasserliste der Ingenieurkammer Niedersachsen Nr. 46991
  • Sicherheits- und Gesundheitsschutzkoordinator nach Anlage C zur RAB 30
  • Immobilienkaufmann (EBZ)

Zertifiziert für:

  • Die Absicherung von Arbeitsstellen an Straßen nach MVAS, RSA und ZTV/SA
  • Die Planung und Durchführung von Arbeiten nach BGR 128 "Arbeiten in konterminierten Bereichen"
  • Nemetschek ALLPLAN CERTIFIED TRAINING ALLPLAN 2017 I+II

DIPL.-ING. Ralf Krumwiede
Bauplanungs- und Ingenieurbüro